Wir haben mehr Samen als ihr Hände!

Wir hatten in letzter Zeit oft unsere Finger im Dreck, haben einen Hausmeister zum Komplitzen und Mitwisser gemacht, wir haben geschraubt, gegraben, gezogen, wir haben Pflanzen großgezogen, ihre Überreste von den Bürgersteigen aufgelesen, wir haben in der ganzen Stadt Topinambur gepflanzt und als uns jemand eine Blume klaute haben wir hinterher gerufen „Wir haben mehr Samen als ihr Hände!“ Giroplus!

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Blumen auf parkenden Autos

Ein Schelm der da Böses denkt.

Für diese grüne Überraschung bieten sich mehrere Erklärungen an: Entweder hat jemand zu tief ins Glas geschaut. Was eher unwahrscheinlich ist, wer reißt schon volltrunken Blumen aus, um sie auf Autos zu trapieren. Möglichkeit Nummer zwei: Parkende Autos gehören nicht zu den schönsten Dingen in der urbanen Sphäre. Manch einer mag sie schlicht und ergreifend nicht. Vielleicht sind die grünen Sträuße aber auch die neue Form von Knöllchen in Leipzig. Giroplus!

Guerilla Gardening in der Merseburger Straße

Es ist gar nicht so einfach wie es scheint! Vor allem die lustigen Herren vom Getränkemarkt gegenüber unterstützen jede Veränderung mit markigen Sprüchen und verbalen Höhenflügen. Wir haben schon einmal ein wenig Platz geschaffen für weitere Pflanzen. Das ich keine Handschuhe dabei hatte, hat sich heute sogar richtig gelohnt: ich habe direkt in einen dicken Scheißhaufen gegriffen. Scheiße, ich weiß, sehr witzig.

Wenn der Sommer doch irgendwann noch einmal beginnt, müssen die Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Vielleicht leert ihr eure Flaschen direkt beim Vorbeifahren, damit die lustigen Jungs von nebenan auch weiterhin was zum kommentieren haben. Giroplus!

Pflanz was du willst in der Merseburger Straße

Lust auf Guerilla Gardening in Leipzig? In der Merseburger Straße in Leipzig Lindenau zwischen Karl Heine Straße und Aurelienstraße gibt es einige große Betonblumenkübel. Manche sind bereits bepflanzt in anderen wuchert es wild. Um einen oder zwei Kübel möchte ich mich gerne kümmern. Pflanz auch du was du willst und komm vorbei am Sonnatg, den 9.5. um 20.00 Uhr.

Was du brauchst: Neugierde und keine Angst, etwas zum Bearbeiten des Bodens, vom Suppenlöffel (Anfänger) über den Spaten (Fortgeschritten) bis zum Bagger (Aufschneider) ist alles erlaubt, dazu Samen oder Pflanzen.

Keine Lust alleine zu gärtnern oder brauchst du Hilfe, dann sag Bescheid. Es gibt immer Gleichgesinnte. Giroplus!

Pflanz deine eigene Blume!

Neulich, ich habe in einem Blumenbeet an einer Straße gewühlt. Eine kleine Omi schaute vorbei, sah mich lächelnd an und sagte: „Das haben sie aber schön gemacht!“ „Natürlich“, sagte ich, „das habe ich für dich gemacht Ömchen.“ Sie schaute mich ein wenig verängstigt an, ihre Finger bewegten sich langsam in ihren Jackentaschen. Dann lächelte sie wieder scheu und schlich davon.

Heute habe ich mit einem neuen Blumenbeet angefangen! Für wenn, na für den Opi. Er kommt manchmal mürrisch die Straße entlang und raschelt mit seinen Barthaaren. Mit Blumen bekommst du sie alle, selbst die ganz mürrischen. Gerade deshalb tragen Clowns ja eine Blume im Knopfloch.

Auf dem Beet ist noch viel Platz. Willst du auch eine Blume pflanzen, dann mach es doch einfach dort wo sich die Windscheid und die Scheffelstraße kreuzen, oder an jedem anderen Ort, der dir in den Sinn kommt. Giroplus!

Wo Kaufland Blumen sprießen läßt!

Am vorigen Sonntag ließ der geplante, aber ungeliebte Kaufland am Lindenauer Markt in Leipzig erneut die Blumen sprießen. Schon einmal Ende März tauchten an der Kuhturmstraße unverhofft Priemeln, Stiefmütterchen und sogar ein Thymianbusch auf, um still und leise aber doch deutlich, ihren Protest kund zu tun. Die Blumen brachten gar ein Schild mit, auf dem zu lesen war: „Blumen statt Kaufland“. Andere Protestler forderten auf einem zweiten Schild: „Spielplatz statt Kaufland“. Auch gegenläufige Meinungen kamen zu Wort: „Kaufland statt Arbeitslosigkeit“.

Die Blumen hatten geschafft, was der Stadt mißlang: eine öffentliche Diskussion zu initiieren. Eines Nacht verschwanden sie jedoch, Tage zuvor waren schon die Schilder entflohen. Manche hoffte, eifrige Zeitgenossen hätten sich die Blumen in ihre eigenen Vorgärten gepflanzt. Andere sahen den Gegener am Werk. Doch dank fleißiger Hände kehrten die Blumen an den Ort des Geschehens zurück. Gegen ihren erneuten heimlichen Abtransport und die Deportation auf nahe glegenene Komposthauen können sie freilich nichts ausrichten, vielleicht auch nichts gegen einen Kaufland. Zumindest zeigen sie aber eins: es gibt eine, wenn auch freilich oft übersehene öffentliche Meinung, die nicht einheitlich ist und oft gar nicht das wiederspiegelt, was öffentliche Stellen verlauten lassen.

Pflanzt weiter eure Blumen, Blumen statt Kaufland!

Guerilla Gardening — Der erste Versuch nimmt Gestalt an

Richtig sicher, ob ich mich mit Ruhm bekleckere oder der Lächerlickeit anheim gebe, bin ich nicht. Während ich Zigarettenstummel und Hundescheiße aus dem Weg geharkt habe, kamen mir leichte Zweifel, ob es nicht wichtigere Dinge auf der Welt zu tun gibt, als auf der Straße Blumen zu pflanzen? Ich glaube Guerilla Gardening hier bei uns, ist ein wenig wie den Müll zu trennen. Kostet nicht viel, ist nicht anstrengend und schafft Befriedigung. Ein schönes Konstrukt und wie vorteilhaft, dass ich nie um eine Ausrede verlegen bin.

Von der Rettung der Welt im kleinen mal abgesehen, fühle ich mich ein weinig wie ein Straßenköter, der seine Duftmarke gesetzt hat. Das nächste Mal pflanze ich Rosmarin und Lavendel um den Effekt auszubauen.

Tags oder Nachts, auf meinem Wegen durch Leipzig, habe ich das Gefühl, dass es tausende Ecke nötig hätten, mit grünen und bunten Farbtupfern aufgepeppt zu werden. Ohne „Hippiehausen“ herauf zu beschwören, aber anstatt an einer schier endlosen Schlange parkender Autos entlang zu fahren, würde ich alles lieber gegen einen Grünstreifen austauschen. Kennt ihr noch den Trailer von Löwenzahn. Erst schiebt sich ein einzelner Löwenzahn durch den Asphalt. Später sprießt er auf Autos, Wänden und Markisen. Und dann die die Stimme von Peter Lustig: „Heute wirds haarig oder heute wirds heiß.“ Großartig. Giroplus!

Zum Vergleich so hat es vor der „Behandlung“ ausgesehen.

Pflanzt eure Protestblume

Gestern Nacht gab es ein drolliges Schauspiel in der Kuhturmstraße in Leipzig Lindenau. Gegen den geplanten Kaufland pflanzten fleißige Freigeister Blumen und setzten ein Schild „Blumen statt Kaufland“ in den Boden. Die Polizei sucht verzweifelt nach einem Sprecher der Gruppe, fand ihn nicht. Erkundigte sich schnell was man als Gruppe über den Kaufland denkt, was man vorhat und zog unverrichteter Dinge von dannen.

Wenn dir auch nicht nach Kaufland zumute ist, schon gar nicht am Lindenauer Markt, und du deine Umgebung aufpeppen willst, dann fühl dich ermuntert, eine oder viele Protestblumen zu pflanzen. Giroplus!

Blumen statt Kaufland

Da gibt es einen Stadtteil in Leipzig, ein Ort an dem die Menschen abgemagert durch die Straßen wandeln. Aber es gibt einen Retter der Abhilfe schaffen will. KAUFLAND wird einen seiner architektonisch hochwertigen Flachmänner an den Lindenauer Markt setzen und als Vollversorger die LindenauerInnen mit seiner bunten Konsumwelt beglücken. Doch anscheinend möchte nicht jeder beglückt werden!

Die Stadtverwaltung ist über jeglichen oppositionellen Bürgersinn überhaupt nicht erfreut, was uns nicht stört. Vielleicht möchten sie den Kaufland, wir möchten ihn nicht. Um ein wenig Farbe in die Diskussion zu bringen, pflanzen wir am Sonntag den 20. März ab 23.00 Uhr Blumen auf der Fläche zwischen Kuhturm- und Henricistraße. Wer mit dabei sein möchte, kann sich mit Hacke, Blumen und Tattendrang an besagtem Ort einfinden und fleißig mitwühlen. Giroplus!

Außer Schnee nichts gewesen!

ALTERNATIVTEXTDer Wahnsinn, oder? Außer jeder Menge Schnee nicht viel gewesen, von blühenden Landschaften keine Spur, ein Garten, ein Beet, ein Blumenkübel – Fehlanzeige. Die zwei Baumscheiben in meiner Nachbarschaft sind Hundscheiße- und Zigarettenmassengräber. Manchmal verreckt noch das ein oder andere Fahrrad oder eine Mülltonne ist zu Gast. Aber was ihr hier seht sind meine ersten beiden Betätigungsfelder, mein Pflanzlaboratorium. Im Sommer sollen die zwei Baumscheiben erblühen und erstrahlen. In den nächsten zwei Monaten kann ich mir schon einmal Gedanken über ihr zukünftiges Ausshen machen. Bis dahin bleiben sie trostlos und leer. Macht nichts im Moment sieht es sowieso niemand.

Ich fange an

Neulich im Rewe an der Ecke, zwei Nasen stehen vor dem Kühlregal, eine hält eine Milch in die Höhe: „Scheiß Biofaschismus“.

Auf einem Blog über Guerilla Gardening schien sich ein anderer mal richtig Luft machen zu müssen: „Ihr Öko Nulpen habt doch vom wahren Leben keine Ahnung. Kümmert euch um euren eigenen Scheiß!“

Ich muß jedes mal schmunzeln, schon dieses geil hingerotzte „Scheiß“! Wer wollte da noch was sagen, hatten sie nicht die Welt verstanden, da wusste sogar jemand etwas über das „wahre Leben“. Zumindest von letzterem habe ich keine Ahnung!

Ob das was ich mache irgendetwas mit Öko zu tun hat, sei dahingestellt Bin ich deshalb ein Faschist, quatsch! Ist es was Besonderes, eher weniger! Gar einzigartig, schon gar nicht!

Ich kümmere mich um meinen eigenen Scheiß, ich bin ein dämlicher Idealist der ein paar Blumen pflanzt und wie ein begossener Pudel aussieht, wenn sich ein paar Deppen nicht beherrschen konnten und alles für die Katz war. Aber was solls, es ist ein diebischer Spaß, zwar nicht der Rede wert, doch auf einer kleinen Fläche verändere ich meine Welt so wie es mir gefällt.