What`s virgin mean? von Michael Davies [02m33sec/2008]

Da hat Mama anscheinend etwas falsch verstanden. Wie auch sonst, zwischenmenschliche Kommunikation ist und bleibt ein Mysterium. Giroplus!

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Pflanz deine eigene Blume!

Neulich, ich habe in einem Blumenbeet an einer Straße gewühlt. Eine kleine Omi schaute vorbei, sah mich lächelnd an und sagte: „Das haben sie aber schön gemacht!“ „Natürlich“, sagte ich, „das habe ich für dich gemacht Ömchen.“ Sie schaute mich ein wenig verängstigt an, ihre Finger bewegten sich langsam in ihren Jackentaschen. Dann lächelte sie wieder scheu und schlich davon.

Heute habe ich mit einem neuen Blumenbeet angefangen! Für wenn, na für den Opi. Er kommt manchmal mürrisch die Straße entlang und raschelt mit seinen Barthaaren. Mit Blumen bekommst du sie alle, selbst die ganz mürrischen. Gerade deshalb tragen Clowns ja eine Blume im Knopfloch.

Auf dem Beet ist noch viel Platz. Willst du auch eine Blume pflanzen, dann mach es doch einfach dort wo sich die Windscheid und die Scheffelstraße kreuzen, oder an jedem anderen Ort, der dir in den Sinn kommt. Giroplus!

Wo Kaufland Blumen sprießen läßt!

Am vorigen Sonntag ließ der geplante, aber ungeliebte Kaufland am Lindenauer Markt in Leipzig erneut die Blumen sprießen. Schon einmal Ende März tauchten an der Kuhturmstraße unverhofft Priemeln, Stiefmütterchen und sogar ein Thymianbusch auf, um still und leise aber doch deutlich, ihren Protest kund zu tun. Die Blumen brachten gar ein Schild mit, auf dem zu lesen war: „Blumen statt Kaufland“. Andere Protestler forderten auf einem zweiten Schild: „Spielplatz statt Kaufland“. Auch gegenläufige Meinungen kamen zu Wort: „Kaufland statt Arbeitslosigkeit“.

Die Blumen hatten geschafft, was der Stadt mißlang: eine öffentliche Diskussion zu initiieren. Eines Nacht verschwanden sie jedoch, Tage zuvor waren schon die Schilder entflohen. Manche hoffte, eifrige Zeitgenossen hätten sich die Blumen in ihre eigenen Vorgärten gepflanzt. Andere sahen den Gegener am Werk. Doch dank fleißiger Hände kehrten die Blumen an den Ort des Geschehens zurück. Gegen ihren erneuten heimlichen Abtransport und die Deportation auf nahe glegenene Komposthauen können sie freilich nichts ausrichten, vielleicht auch nichts gegen einen Kaufland. Zumindest zeigen sie aber eins: es gibt eine, wenn auch freilich oft übersehene öffentliche Meinung, die nicht einheitlich ist und oft gar nicht das wiederspiegelt, was öffentliche Stellen verlauten lassen.

Pflanzt weiter eure Blumen, Blumen statt Kaufland!