Bitch von Dom Bridges [4m01sec/2007]

Mag sein, dass der Handlung eine gewisse Vorhersehbarkeit innewohnt, Bitch bleibt eine Perle. Das es sich beim Plot um eine „urban legend“ handelt, die oft erzählt und über die genauso oft gelacht wurde, tut der Sache keinen Abbruch.

Entstanden ist „Bitch“ an einem Nachmittag im Supermarkt. Um die Produktionskosten so niedrig wie möglich zu halten, entschloß sich Dom Bridges den Supermarkt während der Dreharbeiten offen zu lassen. Einziges Problem: die Kunden wollten stets an der Kasse bezahlen, die für den Dreh genutzt wurde.

Inzwischen gewann Bitch einen Preis beim Sundance Filmfestival und wurde für den Virgin Media Short Wettbewerb gelistet.

Mehr Kurzfilme von Dom Bridges könnt ihr auf seinem Blog finden. Giroplus!

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The Yellow Smiley Face von Constantin Popescu [14m37sec/2008]

Stellt euch vor ihr habt keine Ahnung von Computern, ihr kennt die Dinger nicht, wisst nicht wie man mit ihnen arbeitet, selbst ein Doppelklick birgt ungeahnte Gefahren. In „The Yellow Smiley Face“ werden Mia und Florin Popescu genau mit diesen Unwägbarkeiten konfrontiert. Beide über 50 und beide ein wenig eingeschüchtert von einer Technologie, die die Welt um sie herum verändert hat, wollen sie mit ihrem Sohn Alex in Verbindung treten, der zur gleichen Zeit in den USA lebt.

Um seinen Eltern auf die Sprünge zu helfen, hat ihnen Alex einen Brief mit genauen Instruktionen gesendet. Aber wie genau müssen diese sein, damit jemand der noch nie einen Computer bedient hat, diesen auch versteht? Seht selbst!

Der Kurzfilm lief auf zahlreichen Festivals: u.a. auf dem Locarno Interntional Film Festival 2008, Warsaw International Film Festival 2008, Transilvania International Film Festival 2008. Beim Belgrade Film Festival 2009 gewann er den Preis für den besten Kurzfilm und in Triest 2009 den zweiten Platz im Publikumswettbewerb. Giroplus!

This world is full of…

Street Art found in Kochstraße, GutsMuthsstraße and Helmholtzstraße. Giroplus!

Leipzig // Südvorstadt
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Leipzig // Connewitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz
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Leipzig // Plagwitz

The Black Hole von Philip Sansom und Olly Williams [02m49sec/2008]

Es ist Freitagabend und ihr seid vielleicht längst zu Hause. Dieser Büroangestellte nicht, statt dessen findet er ein schwarzes Loch, das sein Kopierer ausgespuckt hat. Mit diesem kurz(weilige) Film gewannen Philip Sansom und Olly Williams, besser bekannt als die Diamond Dogs, den Virgin Media Shorts Grand Prize. Die zwei Regisseure kennen sich bereits seit 2001, doch war „The Black Hole“ ihr Erstlingswerk in Sachen Kurzfilm. Seit seinem Dreh 2008 wird sich der eine oder andere Kinobesucher gefragt haben, wie lange man es in einem Tresor aushält oder was der Büroangestellte für eine Erklärung für seine Kollegen fand. Giroplus!

FutureShorts

FutureShorts bezeichnet sich selbst als cutting edge Shortfilm Label. Ein hoher Anspruch, der weit mehr als eine leere Worthülse ist. Seit 2003 spannt FutureShorts ein weltweites Netz, das es Filmemachern aus der ganzen Welt ermöglicht, ihre Werke international in Szene zu setzen. Neben Vermarktung und Vertrieb tritt das Label als Ausrichter verschiedenster Veranstaltungen auf, die den eigenen Anspruch haben, Kino und die Art wie wir Filme sehen, neu zu definieren.

Man könnte FutureShorts beinahe als fahrenden Zirkus bezeichnen. Filmemacher reichen einmal ihr Werk ein, das weltweit gezeigt wird. Die Vorführungen werden häufig von Konzerten, Instellationen, Lesungen oder Live-Performance begleitet. Derzeit finden in über 100 Städten in 30 Ländern regelmäßig Veranstaltungen statt. Daneben wurden Veranstaltungsreihen wie das Future Cinema und Secret Cinema aus der Taufe gehoben. Mit einem Aufgebot an VJs, DJs, Live-Musikern und Künstlern werden Filme in aufwendigem Ambiente inszeniert.

Für Cineasten bieten sich ungeahnte Möglichkeiten. Mit dem Grundsatz, nur wer Kurzfilme sieht, beginnt sie zu lieben, stellt FutureShorts Filme über einen eigenen  Youtube-Channel zur Verfügung. Über die Homepage erhält man Neuigkeiten aus dem FutureShorts Universum, Filmrezensionen und Veranstaltungstipps. Ob du dich glücklich schätzen darfst, in einer Stadt zu wohnen, in der demnächst eine Veranstaltung läuft, erfährst du hier.

Viele der hier gezeigten Kurzfilme werden von FutureShorts vertrieben. Giroplus!

Can`t Stop Breathing von Amy Neil [15m10sec/2005]

Der Film erzählt über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die einen kurzen Augenblick lang überlegt, ihre an Alzheimer erkrankte Mutter umzubringen. Amy Neil verarbeitet mit diesem Werk eigene Erfahrungen aus ihrem Leben. Aufgewachsen in Galloway, South West Scotland, hat sie an der Universität Glasgow englische Literatur studiert. Später studierte sie in Tokyo japanisch und Filmkunst. Dort begann sie als Kameraassistentin, Drehbuchautorin und Produzentin und drehte ihren ersten Film „Unthink“.   „Can`t Stop Breathing“ war ihr zweiter Film. Nominiert für den Best British Short 2005 gewann er den Preis für den besten Newcomer-Film der British Academy of Film and Television Arts.  „Can`t Stop Breathing“ lief so erfolgreich in den Kinos, dass es Amy Neil möglich war zwei weitere Projekte umzusetzen. Giroplus!

KJFG No. 5 von Alexei Alexeev [01m59sec/2007]

Es ist möglich mit einem zweiminütigen Film Preise zu gewinnen, auch wenn dem Zuschauer nicht ganz klar ist was er von der ganzen Sache halten soll. Dieses Kunststück gelang Alexei Alexeev aus Ungarn mit KJFG No. 5.  Beim DOC in Leipzig gewann der Film übrigens den Publikumspreis. Giroplus!

Wem die musikalisch einmalige Leistung der drei noch nicht reicht, kann sie sich noch bei diversen anderen „Live-Auftritten ansehen. Zum Beispiel bei KJFG No. 4 oder bei KJFG No. 3

Tricko (T-Shirt) von Hossein Martin Fazeli [11m03sec/2006]

Das Drehbuch für den Film hat H. Fazeli bereits 2003 geschrieben. Ein Jahr später legte er es einem Produzent in Berlin vor. Seine Meinung: Das schlechteste Skript, dass er in seinem Leben gelesen hat. Gott (obwohl tot) sei dank konnte Fazeli den Film mit Hilfe von Freunden drehen und ihn 2006 veröffentlichen. T-Shirt wurde auf Festivals in der ganzen Welt gezeigt und erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter: Clermont-Ferrand Short Film Festival 2007: Youth Jury Award; CAN 2006 Leicester Internat. Short Film Festival: Golden Monkey Award for Best Screenplay. Mehr Informationen zu Hossein Martin Fazeli und seinen Filmeprojekten findet ihr auf seiner Homepage sowie in einem Interview mit dem Regisseur und einem Artikel zu Tricko bei Future Shorts. Giroplus!

Änderung Erwünscht. Bundespräsident Horst Köhler wirbt für neue Mobilitätskultur

Bei seinem Grußwort im Rahmen der ADAC-Preisverleihung „Gelber Engel“ 2010 warb der Bundespräsident Horst Köhler für eine neue Art der Mobilitätskultur. Traditionell gab der ADAC die Ergebnisse der Wahl für das Auto des Jahres 2010 bekannt. Dem Anlass angemessen, immerhin handelt es sich beim Automobil um das liebste Kind der Deutschen, versammelten sich in München 400 hochrangige Gäste. Vielleicht hat sich der Veranstalter weniger kritische Worte gewünscht, doch Horst Köhler, bekannt dafür in seinen Reden nicht an Kritik zu sparen, fand auch diesmal deutliche Worte. Zwar lobte er denn die Arbeit des ADACs doch so Köhler „reichen Reparaturen am Auto nicht aus. Mo­bilität, so wie wir sie heute praktizieren, ist nicht zukunftsfähig.“ Diese Aussage, gleich zu Beginn der Rede, wird bei dem ein oder anderen zu einigem Erstaunen geführt haben, doch der Bundespräsident wurde noch deutlicher.

Anders als ADAC-Präsident Peter Meyer, der die Autohersteller aufrief, sich noch stärker für die Umset­zung alternativer Antriebe zu engagieren, stellte Horst Köhler die Institution Auto in Frage. Denn „un­ser Planet würde es gar nicht aushalten, wenn die Menschen überall auf der Welt so viel im Auto durch die Gegend fahren würden, wie wir das hier bei uns tun.“ Dass wir auf Mobilität angewiesen sind, stellt Horst Köhler dabei nicht in Frage, aber er fragt zugleich nach einem nachhaltigen Konzept für die Zukunft?

Die Antworten darauf bleibt er nicht schuldig. In seiner Rede tauchen mehrere Schlagwörter auf, die mit der alles wie bisher Rhetorik von Vertretern aus Wirtschaft und Politik wenig zu tun haben. So for­dert Horst Köhler den Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs-“nicht nur in Absichtserklärun­gen“. Denn er „gehört ins Zentrum unserer Mobilitätspolitik.“ In der Stadt- und Regionalentwicklung sollte seiner Meinung nach darauf geachtet werden „wie Wege verkürzt werden können, damit Verkehr gar nicht erst entsteht.“

Die Verzahnung verschiedener Verkehrsmittel, ob öffentlich oder privat, spielt ebenso eine Rolle wie die Frage „welches Verkehrsmittel bringt mich bei welcher Strecke am besten ans Ziel?“ Als eine alternative Mobilitätsform, in der PKW eine Rolle spielen, sieht Horst Köhler Carsharing an und verweist auf das Beispiel Car2Go aus Ulm, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass viele Nationen und Megastädte auf solche Konzepte warten, die von Deutschland entwickelt und exportiert werden könnten.

Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung, ein intelligentes Mobilitätsmanagement und alternative Mobilitätsformen, Horst Köhler hätte es bei den Vorschlägen belassen können, aber er wäre nicht der Bundespräsident, wenn er nicht auch noch Kritik üben würde. Den Gastgeber ermahnt er bei der Be­wertung von Autos Umweltaspekten eine größere Rolle beizumessen. Schließlich kann der ADAC sei­ne beinahe 16 Millionen Mitgliedern nicht nur beraten, sondern ebenso ihr (Kauf) Verhalten beeinflussen.

Der deutschen Autoindustrie stellt Köhler die Frage nach dem besten Auto, „kommt nicht der Klima­schutz vor dem spritzigen Fahrgefühl?“, und spricht wenig später den „liebe(n) Spitzenvertreter(n) der Autoindustrie“ eine Warnung aus: Wer im 21. Jahrhundert mitbestimmen will was Mobilität bedeutet, ist seinen Kunden voraus, „traut sich zu, das klimapolitisch für richtig und wichtig Erkannte in die Tat umzusetzen“ und wartet nicht bis er von der Politik zu Schritten gezwungen wird.

Auch dem Autofahrervolk liest Horst Köhler die Leviten. Wir wissen nicht „auf wie viel Lebensqualität wir verzichten, nur weil wir an alten Gewohnheiten festhalten.“ Dass sich unser derzeitiges Mobilitätsverhalten nicht von heute auf morgen ändert, dessen ist sich der Bundespräsident bewusst, doch erwartet er „ein bisschen mehr Nachdenklichkeit“ im Umgang mit verschiedenen Verkehrsträgern.

In die Rede des Bundespräsidenten lässt sich viel interpretieren. Der ADAC sah sich aufgefordert, Autos mit geringerem Verbrauch zu unterstützen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) verwies im üblichen Abwehrreflex auf die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs in den letzten 15 Jahren. Viele alternative Mobilitätsdienstleister und Umweltschutzvereine sehen sich möglicherweise in ihrer Arbeit bestätigt. Das Interessante an der Rede jedoch ist die Deutlichkeit mit der der Frage nachgegangen wird, ob das Auto das Verkehrsmittel der Zukunft ist oder nicht. Die Debatte um den Klimawandel hat dazu geführt, dass es zu sehr auf den Ausstoß von CO2 beschränkt wurde. Horst Köhler verweist zu recht darauf, dass wir „unsere Freiheit eingeschränkt (haben), um die Freiheit zu gewinnen, spontan mit dem Auto losfahren zu können, wohin wir möchten.“ Ein gehöriges Sicherheitsrisiko für schwächere Verkehrsteilnehmer und vielfältige Umweltbelastungen sind nur zwei Nachteile des Systems Auto. Die Herausforderungen der Zukunft, sei es der Klimawandel, die Ballung von Menschen in Städten und endliche Ressourcen, gebieten es, Mobilität vielfältiger und intelligenter zu gestalten, Ressourcen zu schonen sowie mobilsein und Sicherheit miteinander zu verknüpfen. Die Verkehrsmittel der Zukunft zeichnen sich durch die Erfüllung dieser Grundlagen aus.

Wie wichtig das von Horst Köhler geforderte grundlegende Umdenken von Nöten ist, zeigt die Wahl des Autos des Jahres 2010. Das„Lieblingsauto der Deutschen“, die Mercedes E Klasse, mag ihre Reize haben, die Wende zu einer nachhaltigen Mobilität stellt sie nicht dar.

Ein Lehrvideo für Oberst Klein!

Wie jetzt bekannt wurde, sind die am Luftschlag in Kundus beteiligten US-Piloten, wenige Tage nach dem Vorfall strafversetz worden. Isaf Komandeur Stanley McChrystal forderte zudem die Entlassung von Oberst Klein, der die Aktion angeordnet hatte. Bei dem Vorfall am 4. September sind 142 Menschen ums Leben gekommen. Mittlerweile wurde ein Untersuchungsausschuss eingesetzt und ein deutscher Verteidigungsminister entlassen. Die Frage ob Krieg herrsche oder nicht wird in einigen Kreisen immer noch heftig debattiert. Wobei die Frage bleibt, ob 142 Opfer in Kriegszeiten hinnehmbar sind während sie in Friedenszeiten zumindest als Rücktrittsgrund in Frage kommen. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, kann sich der folgende Kurzfilm, zumindest bei der Frage ist Krieg oder nicht, als äußerst hilfreich erweisen. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass das Vermögen komplexe Zusammenhänge zu begreifen bei einigen Politikern und Bundeswehrangehörigen nicht herausragend ausgeprägt ist. Deshalb die starke Vereinfachung. Giroplus!

Kiwi von Dony Permedi [03m10sec/2006]

Ein Kiwi und sein Versuch zu fliegen! Der Film entstand während Permedi an der  School of Visual Arts, MFA Computer Art, in New York studierte.  Zur Zeit arbeitet Dony Permedi als Selbstständiger im Bereich Animation/ Tricktechnik für verschiedene Studios. Mehr Infos unter seinem Blog und seiner Homepage. Giroplus!

Außer Schnee nichts gewesen!

ALTERNATIVTEXTDer Wahnsinn, oder? Außer jeder Menge Schnee nicht viel gewesen, von blühenden Landschaften keine Spur, ein Garten, ein Beet, ein Blumenkübel – Fehlanzeige. Die zwei Baumscheiben in meiner Nachbarschaft sind Hundscheiße- und Zigarettenmassengräber. Manchmal verreckt noch das ein oder andere Fahrrad oder eine Mülltonne ist zu Gast. Aber was ihr hier seht sind meine ersten beiden Betätigungsfelder, mein Pflanzlaboratorium. Im Sommer sollen die zwei Baumscheiben erblühen und erstrahlen. In den nächsten zwei Monaten kann ich mir schon einmal Gedanken über ihr zukünftiges Ausshen machen. Bis dahin bleiben sie trostlos und leer. Macht nichts im Moment sieht es sowieso niemand.